Eine Chance für Küssnacht – Fakten statt Verunsicherung

Das Komitee Parkhaus Dorfhalde hat im November 2023 die Projektidee für ein zentrales Parkhaus im Gebiet Dorfhalde lanciert. Aufgrund der positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung sowie aus dem Bezirksrat und im Sinne der Sache verzichtete das Komitee bewusst auf die Einreichung einer Pluralinitiative. Stattdessen sollte das Anliegen im ordentlichen politischen Prozess vertieft geprüft werden. Der Bezirksrat hat das Projekt in der Folge umfassend analysiert und unter anderem mit den Standorten Räbmatt und Monséjour in einer Variantenstudie verglichen. Dabei zeigte sich klar, dass der Standort Dorfhalde technisch machbar ist und sich aus raumplanerischer sowie auch wirtschaftlicher Sicht als sinnvollste Lösung erweist.

Im Entwicklungsprozess haben wir uns immer gegen die Kombination der beiden Vorlagen Seeplatz und Parkhaus ausgesprochen. Nach Aussagen des Bezirksrates sei dies nötig, um eine breite Mehrheit für das Anliegen zu gewinnen. Wir haben nachgegeben im Sinne der Sache. Umso mehr bedauert das Komitee, dass aus einer sachlich motivierten Vorlage zur Weiterentwicklung von Küssnacht inzwischen offenbar ein parteipolitisches Thema geworden ist.

Im Bezirksrat sitzen je drei Vertreter der Mitte und der FDP, insgesamt sechs von sieben Mitgliedern. Die am 8. März zur Abstimmung stehende Ausgabenbewilligung wurde im Rahmen dieses Gremiums erarbeitet und mitgetragen. Das Komitee bedauert, dass nun ausgerechnet politische Kräfte, deren Vertreter die Vorlage mitgeprägt haben, aus egoistischen Gründen öffentlich dagegen auftreten und Verunsicherung schaffen wollen.

In der aktuellen Diskussion werden zudem verschiedentlich Behauptungen verbreitet, die unserer Ansicht nach einer sachlichen Klärung bedürfen.

Mit der vorliegenden Ausgabenbewilligung wird keine definitive Umgestaltung des Seeplatzes beschlossen. Die konkrete Ausgestaltung soll in einem Projektwettbewerb erarbeitet und der Bevölkerung separat vorgelegt werden. Sollte ein Projekt nicht überzeugen, kann es in einer weiteren Abstimmung abgelehnt werden. Eine Darstellung, es werde bereits ein autofreier Seeplatz beschlossen, ist nicht korrekt. Es geht nur um eine Umgestaltung, diese kann weiterhin Parkplätze enthalten. Gegenteilige Behauptungen versuchen einzig Unsicherheit zu schüren.

Der neu wieder genannte Standort Räbmatt stellt keine realistische Alternative dar. Der Kanton hat im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage klar festgehalten, dass das betreffende Grundstück in den nächsten Jahren nicht zur Verfügung steht. Allein aus zeitlicher Sicht ist dieser Standort somit keine Option für eine alternative Lösung. Hinzu kommt, dass gemäss Verkehrswertschätzung der Landerwerb rund 16.75 Millionen Franken kosten würde. Für den Bau eines Parkhauses mit rund 150 Parkplätzen rechnet der Bezirk mit weiteren bis zu sieben Millionen Franken. Gesamthaft ergäben sich damit Kosten von bbis zu 23.75 Millionen Franken und damit mindestens vergleichbare, wenn nicht sogar höhere Aufwendungen als beim Projekt Dorfhalde, wo sogar 100 Parkplätze mehr realisiert werden können. Dessen Investitionskosten sind mit rund 23 Millionen Franken veranschlagt.

Der Standort Dorfhalde überzeugt insbesondere durch seine zentrale Lage. Das neue Parkhaus Dorfhalde würde direkt im Dorfkern liegen und wäre dennoch optimal über die Südumfahrung erschlossen. Die Gehdistanzen sind deutlich kürzer als bei alternativen Standorten. Zum Hauptplatz beträgt die Gehdistanz rund 50 Sekunden, während der Fussmarsch vom Standort Räbmatt aus rund vier Minuten deutlich mehr betragen würde. Auch zum Seeplatz ist die Dorfhalde rund eine halbe Minute schneller zu erreichen. Zudem kann einzig dieser Standort konsequent behindertengerecht umgesetzt werden.

Im Weiteren wurde sowohl die technische wie auch die rechtliche Machbarkeit eines Parkhauses im Gebiet Dorfhalde ausführlich geprüft. Das Bauwerk würde als Tagbau realisiert. Der Untergrund wurde auf Basis eines geotechnischen Gutachtens für ein solches Bauwerk als geeignet beurteilt.

Aus Sicht von Gewerbe, Gastronomie und Tourismus ist klar, dass das Zentrum von Küssnacht auf ausreichende Parkierungsmöglichkeiten angewiesen ist. Wer ein lebendiges Dorfzentrum erhalten und stärken will, muss auch für eine gute Erreichbarkeit sorgen. Ein Parkhaus ist deshalb keine Luxuslösung, sondern eine zentrale Infrastrukturmassnahme. Durch Parkgebühren und die Vermietung von Dauerparkplätzen bestehen zudem realistische Chancen, dass sich das Parkhaus langfristig weitgehend selbst trägt und sogar eine Rendite abwirft. Auf die lange Sicht ist es genau deshalb auch besonders wichtig, dass genügend Parkplätze realisiert werden, 250 Parkplätze scheinen in dieser Hinsicht sinnvoll und zukunftsfähig. Es handelt sich somit nicht nur um eine intelligente Investition in die Lebensqualität und Standortattraktivität, sondern auch um eine wirtschaftlich verantwortbare und gute Lösung mit langfristigem Horizont.

Das Projekt Parkhaus Dorfhalde ist eine sachlich geprüfte, mehrheitsfähige und zukunftsgerichtete Lösung. Küssnacht bietet sich hier eine echte Chance. Es liegt an der Bevölkerung, sie verantwortungsvoll zu nutzen.

Kontakt

Komitee Parkhaus Dorfhalde
c/o Samuel Lütolf
Riedappel 8
6403 Küssnacht

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